
Die eine Projektleiterin schafft es, nach einem neunstündigen Tag voller Teams-Calls noch halbwegs klar zu denken, während die andere schon nach der dritten Stunde nur noch auf die Uhr starrt. Eine Frage, die mir neulich ein Leser gestellt hat – und die mich seitdem nicht ganz loslässt. Es geht um Projektmanagement-Stress, um mentale Ausdauer und um zwei komplett unterschiedliche Strategien, mit einem vollen Terminkalender klarzukommen. Frequenz-Audio ist bei der zweiten im Spiel. Bei der ersten nicht.
Der Leser heißt Tadeusz Smolka, kommt aus Bochum und schreibt mir seit einer Weile regelmäßig E-Mails mit sehr genauen Fragen, der Typ Frage, bei dem ich selbst erstmal nachdenken muss, bevor ich antworte. Seine letzte war im Kern: Lohnt es sich überhaupt, während der Arbeit auf Frequenzen umzusteigen, oder reicht nicht auch einfach diszipliniertes Durchziehen? Eine faire Frage. Und eine, die sich nur beantworten lässt, wenn man beide Varianten wirklich nebeneinanderlegt.
Die Antwort vorab, bevor es ins Detail geht: Durchziehen funktioniert, wenn der Tag kurz ist und die Deadline in einer Stunde steht. Für alles, was länger dauert als ein paar Stunden am Stück, bringt am Ende nur einer der beiden Wege wirklich etwas: der mit den gezielten Frequenz-Pausen. Aber dafür muss man erstmal verstehen, warum der andere Weg so verlockend ist. Und woran er scheitert.
Zwei Reaktionen auf denselben Terminkalender
Beide Wege kenne ich aus erster Hand. Kordula Wittig, eine Kollegin aus der IT-Beratung, hat mir vor einer Weile den ersten Link zu einer Frequenz-Audio-Plattform namens neowake geschickt, mit dem Kommentar, ich solle es ohne Erwartung probieren. Seit rund zwei Jahren nutze ich das jetzt parallel zu dem, was ich vorher sowieso schon gemacht habe: mich einfach durch den Tag beißen. Ansatz A ist reine Willenskraft plus Koffein-Management. Ansatz B ist eine kurze, gezielte Frequenz-Audio-Pause, bevor die Konzentration komplett kippt.
Was passiert, wenn du einfach durchziehst?
Ansatz A sieht bei mir so aus: Kaffee rechtzeitig einstellen, Willenskraft hochfahren, durch. Eine Zeit lang habe ich das sehr diszipliniert gemacht – konsequent keinen Koffein mehr nach 14 Uhr, damit wenigstens der Schlaf nicht komplett leidet. An der Schlaffront hat das ein bisschen geholfen. An der Fokusfront im Nachmittagsloch so gut wie gar nicht.
Um halb vier saß ich trotzdem mit Wattekopf im Status-Call, habe die Sätze der anderen gehört, aber nicht wirklich verstanden, und musste mich doppelt anstrengen, um überhaupt mitzukommen.
Schau mal, so einfach ist die Rechnung dahinter: Reine Disziplin bei den Getränken ändert nichts daran, dass das Gehirn nach Stunden ununterbrochener Anspannung irgendwann einfach leerläuft.
Die Frequenzen stattdessen einsetzen
Der zweite Ansatz sieht komplett anders aus, und er beginnt mit etwas, das sich erstmal falsch anfühlt: aufhören, mitten in der Aufgabe. Statt mir die sechste Tasse Kaffee reinzuschütten, mehr, als mir ehrlich guttut, mit schlechtem Gewissen inklusive, setze ich für ein paar Minuten die Kopfhörer auf und lasse eine fokusorientierte Frequenz laufen. Genau das ist mein Fokus-Training für den Nachmittag, auch wenn es sich am Anfang nicht danach anfühlt.

Wichtig dabei: vernünftige Stereo-Kopfhörer, keine Lautsprecher, sonst kommt der Effekt gar nicht erst zustande – das hätte ich am Anfang fast übersehen. Das menschliche Gehör deckt ohnehin einen riesigen Bereich ab, von 20 Hz bis 20.000 Hz, aber wie genau einzelne Frequenzbänder im Kopf wirken, überlasse ich lieber den Artikeln, die sich ausführlich mit der Technik dahinter beschäftigen. Mich interessiert im Projektalltag vor allem eine Sache: Wird die Deep-Work-Phase danach spürbar ruhiger oder nicht.
Mentale Ausdauer entsteht durch Pausen, nicht durch Durchhalten
Der eigentliche Unterschied zwischen den beiden Ansätzen liegt nicht in der Lautstärke oder der Länge der Frequenzen, sondern im Timing. Ich habe früher auch versucht, DMH Beats richtig zu nutzen für konstanten Fokus bei langen Meetings, indem ich sie einfach stundenlang im Hintergrund mitlaufen ließ. Das Ergebnis war Dauerbeschallung, kein Fokus.
Am deutlichsten wurde mir das in einem Meeting klar, das eigentlich ganz unspektakulär war: Ich habe gemerkt, dass ich zum ersten Mal seit Längerem wirklich zugehört habe, was ein Kollege gerade sagte, statt im Kopf schon die nächste Aufgabe durchzugehen. Kein großer Geistesblitz, eher ein kleiner Realitätscheck. Aber genau der Unterschied, um den es bei mentaler Ausdauer im Projektalltag geht.

Ich bin keine Ärztin und habe keine medizinische Ausbildung. Wenn bei dir aus dem gelegentlichen Nachmittagsloch ein chronisches Problem wird, ist das ein Grund für ein echtes Gespräch mit jemandem vom Fach – nicht für noch einen Blogartikel.
Welcher Ansatz passt zu welchem Arbeitstag?

Die ehrliche Antwort: Es gibt Tage, an denen Ansatz A die einzig praktikable Option ist. Wenn die Deadline in zehn Minuten steht und keine Zeit für eine Pause bleibt, hilft eine Frequenz-Audio-Session nicht weiter. Dafür braucht es ein paar Minuten Vorlauf, die man in dem Moment schlicht nicht hat. Für den Rest der Woche, für die zähen Projekttage mit zu vielen Calls und zu wenig Pufferzeit, ist Ansatz B für mich klar die nachhaltigere Wahl. Wie du deine Fortschritte mit Frequenz Audios festhalten kannst, damit du nicht bei jedem neuen Projekt wieder bei null anfängst, beschreibe ich an anderer Stelle ausführlicher. Kordula fragt ab und zu nach, wie es gerade läuft, meistens kurz zwischen Tür und Angel, ohne dabei wirklich nachzubohren – und inzwischen antworte ich unterschiedlich, je nachdem, welchen der beiden Wege die Woche gerade von mir verlangt.
Für die meisten meiner Tage reicht das inzwischen: nicht stur nur einen Weg fahren, sondern beide kennen und je nach Terminkalender wechseln. Vielleicht hilft dir das auch, mentale Erschöpfung zu vermeiden durch gezielte Pausen mit Audio Frequenzen im Büro – und falls dich das Thema weiter umtreibt, schreib mir ruhig, so wie Tadeusz das tut. Die nächste ehrliche Antwort schulde ich dann dir.