
Mein Jira-Board zeigt heute vierzehn offene Tickets mit der Priorität „kritisch“, daneben drei ungelesene Teams-Chats und einen Kalender ohne eine einzige freie Viertelstunde. Genau das meine ich, wenn ich in der IT-Projektleitung von Reizüberflutung spreche – und genau deshalb höre ich seit einiger Zeit Frequenz-Audio, sobald ich für eine echte Deep-Work-Phase den Kopf frei brauche. DMH Beats ist das Programm, das davon bei mir am meisten hängen geblieben ist.
Kurzer Disclaimer vorab: Ich bin Projektleiterin, keine Ärztin, und dieser Text beschreibt ausschließlich meine persönliche Erfahrung. Der Beitrag enthält Affiliate-Links – wenn du darüber etwas kaufst, bekomme ich eine Provision, teurer wird es für dich dadurch nicht. Bei anhaltenden Schlafproblemen oder echter Erschöpfung gehört das in professionelle Hände, nicht in einen Blogartikel.
Reizüberflutung im IT-Projektalltag: die Fragen, die mir am häufigsten gestellt werden
Die Fragen, die ich in den Kommentaren und per Mail bekomme, drehen sich fast immer um dieselben drei Dinge: was Reizüberflutung im Projektalltag eigentlich bedeutet, woran ich merke, dass eine Session wirkt, und ob sich die ganzen Pakete und Apps überhaupt lohnen. Hier sind meine Antworten, so konkret wie ich sie geben kann.
Was genau meinst du mit Reizüberflutung im Projektgeschäft?
Für mich bedeutet Reizüberflutung im Projektgeschäft vor allem eines: zu viele gleichzeitig offene Kanäle im Kopf, nicht zwangsläufig zu viel Arbeit an sich. Slack, Teams, E-Mails und kurzfristig verschobene Meetings sorgen dafür, dass mein Kopf ständig im Verteidigungsmodus bleibt, selbst wenn objektiv gerade gar nicht so viel passiert. Mentale Erschöpfung hat bei mir weniger mit der Stundenzahl zu tun als mit dieser ständigen Wechselbereitschaft zwischen Themen.
Mittlerweile ist DMH Beats das Programm, zu dem ich am häufigsten zurückkehre. Eine Kollegin hat mir den Link in einer besonders zähen Sprint-Woche geschickt, mit dem Kommentar, ich solle es einfach mal ohne Erwartung ausprobieren. Die App bietet eine eigene Kategorie mit verschiedenen Frequenzbändern für Schlaf und Entspannung, und die Sessions für tiefen Schlaf arbeiten mit tiefen Tönen aus dem sogenannten Delta-Bereich, der häufig mit Tiefschlaf in Verbindung gebracht wird, erzeugt über das, was als Binaurale Beats bekannt ist. Für mich fühlt sich das weniger nach Technik an und eher wie ein gleichmäßiges Rauschen, das den Verkehrslärm von der Straße unten weich schluckt.

Eine Achtsamkeits-App hat bei mir nicht gereicht
Eine Achtsamkeits-App habe ich vier Wochen lang konsequent ausprobiert, jeden Morgen, bevor ich den Laptop überhaupt aufgeklappt habe. Gegen die allgemeine innere Unruhe hat das geholfen. Gegen die eigentliche Reizüberflutung im Projektalltag – die Teams-Nachrichten, die während der Meditation munter weiter eintrudelten – nicht. Nach der vierten Woche habe ich die App gelöscht und mich gefragt, ob das Problem eher im Projekt steckt als in mir.
Woran merkst du überhaupt, dass eine Session wirkt?
Bei einem Statusbericht an einem stressigen Nachmittag fiel mir auf, dass seit dem letzten Handy-Check zwanzig Minuten vergangen waren, ohne dass ich es bemerkt hatte – gesehen habe ich das erst beim Abspeichern, als ich kurz auf die Uhr geschaut habe. Dieser kurze Moment ohne das übliche Gedankenspringen fühlte sich fast wie ein kleiner Flow-Zustand an, auch wenn ich das Wort im Projektalltag selten benutze. Für mich war das greifbarer als jede App-Statistik.
Meine alte Schulfreundin Sibylle, die seit jeher schläft wie ein Stein, schickt mir bis heute regelmäßig ironische Artikel über die neuesten Schlaf-Hacks für Workaholics. Sie versteht nicht ganz, warum ich für zwanzig ruhige Minuten überhaupt eine App brauche – für sie ist das einfach der Normalzustand. Genau dieser Unterschied war für mich der Grund, warum ich überhaupt angefangen habe, solche Momente in einer einfachen Notizen-App festzuhalten: ohne diese kurzen Notizen hätte ich den kleinen Unterschied vermutlich gar nicht bemerkt.
Zwischen zwei Meetings kurz runterkommen
Tagsüber nutze ich andere Sessions als abends, weil passive Entspannung bei einer vollen Teams-Agenda einfach nicht reicht. Statt beruhigender Naturgeräusche höre ich dann gezielte, rhythmische Beats oder isochrone Töne, die eher wie ein Gerüst für den Kopf wirken als wie eine Decke, unter der man verschwindet. Weißes Rauschen maskiert Lärm letztlich nur, während diese Sessions versuchen, den Kopf aktiv in einen bestimmten Zustand zu bringen – ein Unterschied, über den ich lange nicht nachgedacht habe, bis ich ihn selbst gehört habe. Mittlerweile habe ich mir für solche Tage ein kleines Fokus-Protokoll mit DMH Beats zurechtgelegt, aber das im Detail auszubreiten, würde hier zu weit führen.
Für kurze Pausen zwischen zwei Meetings ist neowake bei mir inzwischen oft die erste Wahl, weil sich der Session-Timer direkt auf 15 oder 20 Minuten stellen lässt, was zwischen zwei Calls einfach besser passt als eine komplette, über einstündige DMH-Beats-Session. Ob neowake oder DMH Beats am Ende grundsätzlich „besser“ ist, kann ich dir nicht pauschal sagen – ich nutze beide, je nachdem, wie viel Zeit mir der Kalender lässt.

Lohnt sich das Rife-Frequenzen-Paket, wenn du alles selbst zusammenstellen willst?
Schau mal, Elfriede Brenner, eine Leserin aus dem Allgäu, hat mir neulich geschrieben und wollte wissen, ob sie dafür eine App oder einen Account braucht – sie mag keine komplizierten Erklärungen und fragt bei jedem Schritt lieber einmal zu viel nach. Für Fälle wie diesen ist das Rife Frequenzen Paket eher ungeeignet: Es bietet zwar stolze 726 Frequenzen als MP3 zum Download, aber keine App und keine Playlist-Funktion, man muss sich alles selbst organisieren.
Begriffe wie Rife-Frequenzen oder Solfeggio-Frequenzen tauchen in solchen Sammlungen häufig nebeneinander auf, ohne dass die Webseite viel dazu erklärt – die Optik wirkt eher wie aus einer anderen Zeit, was bei Elfriede anfangs für Skepsis gesorgt hat. Für technikaffine Menschen, die gerne selbst basteln und kein Abo wollen, kann sich das Paket trotzdem lohnen. Für jemanden wie Elfriede, die eine einfache Anleitung ohne Fachbegriffe sucht, würde ich eher zu einer fertigen App raten. Den aktuellen Preis nennt übrigens nur die Herstellerseite selbst, weil er sich von Zeit zu Zeit ändert.

Ein Spaziergang ersetzt das nicht automatisch
Manchmal frage ich mich, ob ein normaler Spaziergang nicht genauso viel bringen würde. Ein Mittagsspaziergang über den Viktualienmarkt holt mich oft kurz aus dem Kopf raus, keine Frage. Aber das ist ein anderer Mechanismus als eine gezielte Session: Der Spaziergang hilft gegen die akute Unruhe im Moment, während mir die Audios eher langfristig helfen, nicht ständig zwischen Einschlafproblemen und Durchschlafproblemen hin- und herzupendeln. Ob das am Ende auch etwas mit psychischer Resilienz zu tun hat, wie manche es nennen, kann ich nicht wissenschaftlich beurteilen – ich weiß nur, was bei mir im Alltag funktioniert.
Als Faustregel gilt bei mir: Wenn du nur fünf Minuten Zeit hast und draußen die Sonne scheint, geh raus. Wenn es um eine ganze Nacht oder eine komplette Sprint-Woche geht, greife ich inzwischen eher zu den Frequenzen.
Mein Fazit für gestresste Projektleiter:innen
Nach einer anstrengenden Woche ziehe ich inzwischen ein differenzierteres Fazit als noch vor ein paar Jahren: Es geht nicht darum, über Nacht gelassen zu werden, sondern darum, die kognitive Leistungsfähigkeit im Berufsalltag zu steigern, ohne dich dabei komplett zu verausgaben. Eine feste Morgenroutine oder Abendroutine mit Frequenzen klingt im ersten Moment nach zusätzlichem Aufwand in einem schon vollen Kalender, dauert bei mir aber inzwischen kaum länger als eine Kaffeepause – nur eben eine, nach der ich kein schlechtes Gewissen habe. Erübrigt hat sich der Kaffee dadurch übrigens nicht, aber eine Tasse weniger reicht inzwischen über eine zähe Nachmittagsstunde.
Falls du gerade auch das Gefühl hast, dass dein Kopf bei jedem neuen Ticket einen Tab mehr öffnet: Für mich war ein einfaches Logbuch in der Notizen-App und ein Paar gute Kopfhörer der Anfang, um Schlafstörungen durch Stress zu lindern und morgens nicht mehr wie ein Zombie ins erste Stand-up zu stolpern. Der Stress im Job verschwindet dadurch nicht – das bleibt der Job. Aber die Lautstärke in meinem Kopf lässt sich inzwischen regeln. Nicht perfekt. Aber regelbar. Wenn du nach einem Einstieg suchst, schau dir DMH Beats einmal in Ruhe an – und wenn eine Session mal nicht passt, probier eine andere, bevor du das Ganze abschreibst.